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8. Nationale Maritime Konferenz in Kiel - Glawe: Innovationsförderung fortsetzen


Nordic Yards (Warnow Werft) in Warnemünde.
Schwerin, 8. April 2013 Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag, den 8. April 2013 an der 8. Nationalen Maritimen Konferenz in Kiel teilgenommen. "Die maritime Wirtschaft in unserem Land befindet sich nach wie vor im Umbruch. Insbesondere aufgrund globaler Entwicklungen sind die Werften gezwungen, andere Märkte zu erschließen. Neue Felder, wie zum Beispiel der Spezialschiffbau und der Offshore-Markt bieten Chancen. Hier ist es den Werften bereits erfolgreich gelungen, Aufträge zu akquirieren."

Die Schiffbauunternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Anstrengungen in Forschung, Entwicklung und Innovationen zu erhöhen. "Den Schwerpunkt bilden hier die Verbesserung des Klima- und Umweltschutzes sowie der Energieeffizienz. Hierfür ist das Innovationsförderprogramm `Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze´ das entscheidende Förderinstrument. Es hilft bei der Bewältigung der technologischen Diversifizierung des deutschen Schiffbaus. Dieses Bundesprogramm wird von Mecklenburg-Vorpommern und anderen Küstenländern hälftig kofinanziert. Grundlage für die Innovationsförderung bilden die "EU-Rahmenbestimmungen für Beihilfen an den Schiffbau".

Glawe setzte sich in Kiel dafür ein, dass die Innovationsförderung auch über 2013 hinaus fortgeführt wird. "Es ist wichtig, Felder, die intensive Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie die Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder vorsehen, zu unterstützen. Hier sind gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten notwendig."

Darüber hinaus machte Glawe deutlich, dass die Finanzierung neuer Aufträge nach wie vor das größte Problem für die Werften darstellt. "Eines ist auch klar. Der Ruf nach dem Staat wird nicht leiser, wenn Banken und Versicherer sich immer mehr aus der Finanzierung maritimer Projekte verabschieden", betonte Glawe. "Damit sind die Unternehmen nicht in der Lage, ihre im Spezialschiffbau sehr hohen und längerfristig laufenden Bauzeitfinanzierungsbedarfe ohne finanzielle Hilfen der öffentlichen Hand zu decken. Das Land stößt mit seinem erweiterten Engagement aber hier bereits an seine finanziellen Grenzen."

"Allen Unkenrufen zum Trotz gibt es die Werften auch heute in unserem Land. Die Schiffbauindustrie mit ihren maritimen Zulieferern und Dienstleistern ist für uns nach wie vor eine bedeutende Industrie. Die Landesregierung MV leistet den Werften bei diesem Strukturwandel im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten die vertretbare Unterstützung", sagte Glawe.

Zum Schiff- und Bootsbau in Mecklenburg-Vorpommern zählen ca. 145 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. Gegenwärtig sind auf den Werften in MV insgesamt 2.400 Mitarbeiter und weitere 257 Auszubildende beschäftigt. Der hiesige Schiffbau wird ergänzt durch maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Produktion und Entwicklung zukunftsrelevanter Produkt- und Systemlösungen konzentrieren. Insgesamt zählen zu dem Bereich der maritimen Zulieferer und Dienstleister etwa 165 Unternehmen mit ca. 6.860 Beschäftigten. "Die maritime Wirtschaft eignet sich nicht zum populistischen Stimmenfang. Uns sind der Schulterschluss und das klare Bekenntnis zum maritimen Standort MV von Bedeutung", betonte Glawe abschließend. Eine Seite Zurück


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